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Unterschied zwischen Hase und Kaninchen

Unterschied zwischen Hase und Kaninchen

Kaninchen oder Hase

Der Unterschied zwischen Hase und Kaninchen

Hase oder Kaninchen? Dass sich die Hasenartigen durch zahlreiche Merkmale unterscheiden, ist nur den wenigsten bekannt. Umgangssprachlich werden Kaninchen
sogar oft als Hasen bezeichnet. Tatsächlich vereinen Hasen und Kaninchen, abgesehen von langen Ohren und einem großen Fortpflanzungstrieb, kaum Gemeinsamkeiten.
Anhand folgender Eigenschaften gelingt es dir, Hase und Kaninchen eindeutig zu unterscheiden:

Hase Kaninchen Unterschied

 

Aussehen und Körperbau

Die langen Ohren bergen eine große Verwechslungsgefahr. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass die Ohren des Hasen, mit etwa 12 cm, länger sind, als die des
Kaninchens. Die Ohrlänge letzteres beträgt circa 7 cm. Feldhasen, auch als Hasen bezeichnet, vereinen allesamt schwarze Löffelspitzen. Das
Fell selbst ist braun bis erdfarben, lediglich zum Bauch sind hellere Nuancen erkennbar. Die natürliche Fellfarbe von Wildkaninchen ist braun bis grau.
Aufgrund umfangreicher Zuchten sind bei Kaninchen mittlerweile nahezu alle Farbvarianten möglich. Ausgewachsene Kaninchen sind mit knapp 2 kg deutlich
leichter als die 6 kg schweren Feldhasen. Kaninchenaugen sind überwiegend dunkel, die Augen von Hasen hellgelb bis orange.

Feldhasen zeichnen sich durch ihre große und schlanke Gestalt aus. Der Brustkorb von Kaninchen nimmt in Breite und Höhe denselben Umfang ein, wodurch
diese eher rundlich wirken. Die gesamte Körperlänge eines Hasen beträgt etwa 50 bis 70 cm. Die Statur von Kaninchen ist mit circa 45 cm kleiner und gedrungener.
Ein weiterer Unterschied verdeutlicht der direkte Vergleich der Vordergliedmaßen: Bei Kaninchen sind Elle und Speiche nebeneinander und gleich dick. Beim Hasen ist die Elle schwächer ausgeprägt als die Speiche. Außerdem liegen diese hintereinander. Selbst die Blume der Hasenartigen ist nicht identisch. Beim Hasen ist diese länger und wird im Lauf leicht hängend getragen.
Da die Blume bei Kaninchen deutlich kürzer ausfällt, steht sie im Lauf aufrecht.

Lebensweise und Verhalten

Da Feldhasen, gemäß der Roten Liste, unter Artenschutz stehen, ist deren Haltung strengstens untersagt. Somit sind alle Heimtiere ausnahmslos Kaninchen, auch wenn
diese umgangssprachlich als „Stallhasen“ oder „Hasen“ bezeichnet werden. Feldhasen sind eingeborene, heimische Wildtiere.
Kaninchen finden ihren Ursprung in Südeuropa und Nordafrika. Diese wurden im 14. Jahrhundert erstmalig in Deutschland eingeführt.
Freilebende Hasen sind im Gegensatz zu Kaninchen Einzelgänger und nur äußerst selten in Gruppen anzutreffen.

In freier Natur sind diese auf weiten Feldern, großen Wiesen oder Ackerland unterwegs.
Wildkaninchen suchen das dichte Gelände in unmittelbarer Nähe ihres Baus.
Letztere bevorzugen es, komplexe Tunnelsysteme zu bauen, Hasen hingegen ziehen sich in Mulden, den sogenannten Sassen, zurück.

Während Kaninchen bei Gefahr schnell Unterschlupf in ihrem Bau suchen, machen sich Feldhasen ihre Ausdauer zunutze.
Mit gekonntem Hakenschlag, einer Sprunghöhe von bis zu 2 Metern und einer Spitzengeschwindigkeit bis zu 70 km/h entkommen Hasen nahezu
jedem Feind.

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Fressverhalten

Hasen und Kaninchen sind reine Pflanzenfresser Während Feldhasen Baumrinde und Pflanzentriebe bevorzugen, sind frische Gräser und weiche Pflanzenstiele bei Kaninchen
die erste Wahl. Außerdem erfreuen sich Wildkaninchen an zahlreichen Gemüsesorten, sodass ländliche Gemüsegärten durchaus Gefahr laufen, von diesen heimgesucht zu werden.

Fortpflanzung

Hasen und Kaninchen pflanzen sich gleichermaßen aktiv fort. Bei Kaninchen ist sechs Mal jährlicher Nachwuchs, mit einer Wurfstärke von zwei bis sieben Jungen, nicht
ungewöhnlich. Diese sind bereits mit einem Alter von zehn Wochen fortpflanzungsfähig. Hasen pflanzen sich bis zu vier Mal jährlich, mit einer Wurfstärke von bis zu fünf Jungen,
fort. Feldhasen sind erst ab einem Alter von 7 Monaten geschlechtsreif.
Kaninchen sind im Durchschnitt 32 Tage trächtig, bei Hasen dauert die Trächtigkeit rund 44 Tage.

Kaninchen kommen blind, taub und unbehaart zur Welt. Da sie zunächst auf Hilfe angewiesen sind, und im Bau verbleiben, werden sie als Nesthocker bezeichnet.
Hasen kommen dagegen sehend, hörend und behaart zur Welt, sie sind Nestflüchter. Kaninchen und Hasen haben eine unterschiedliche Chromosomenanzahl, sodass keine Paarung untereinander möglich ist.

 

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